Aktuelles
Herr Wilhelm Schmidt, bitte melden Sie sich bei uns, wir haben keine Adresse von Ihnen für die Spendenquittung, vielen Dank.
Wir wünschen Ihnen und den Ihren ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.
Hilfe zur Sicherstellung der Futterversorgung in Notzeiten
Die aktuelle Dürrezeit in Marokko dauert seit ca. 10 Jahren an. Im Süden sind extreme Dürrezeiten immer häufiger geworden, so dass die Ziegenherden der Nomaden nicht genügend Futter auf den "Weideflächen" finden. Viele Tiere bekommen keinen Nachwuchs, es gibt zahlreiche Totgeburten aber auch Tode erwachsener Tiere. Die Nomaden sind zu arm, um das für ein wirtschaftlich rentables Überleben der Tiere notwendige Futter dazu zu kaufen. Oft verkaufen sie einen großen Teil der Herde um den kleineren Teil zu erhalten. Da die Tiere mager sind und nicht viel Fleisch liefern, ist der Erlös gering.
Auf diese Art werden die Herden immer kleiner. Wenn es dann ein "Regenjahr" gibt, sind sie meistens schon zu klein um damit ausreichend wirtschaften zu können und die Familien zu ernähren.
Das Imdokal-Projekt "Futterversorgung" will diesen Kreislauf durchbrechen:
Uns steht bereits ein 2 Hektar großes Stück Land mit gut erreichbarem süßem Grundwasser zur Verfügung. Der Boden ist ausgesprochen fruchtbar und bei ausreichender Bewässerung läßt sich ca. alle 4 Wochen Luzerne ernten. Luzerne ist eine sehr gute Futterpflanze, die auch mit relativ geringen Mengen den Nahrungsbedarf von Dromedar, Ziege und Schaf deckt. Die auf unserem Grundstück geerntete Luzerne wird direkt an die bedürftigsten Nomadenfamilien weitergeben.
Was uns noch dazu fehlt, ist ein Brunnen, ein Motor und Solarpanele um den Motor zu betreiben, so dass das Land regelmäßig bewässert werden kann.
Darüber hinaus bedarf es eines Lagerraums und einer fest angestellten Arbeitskraft, die die Aussaat, das Bewässern, das Schneiden, das Bündeln als permanente Arbeit übernimmt.
Die einmaligen Kosten für den Bau des Brunnens und der Lagerhalle, sowie für die Anschaffung der Pumpe, des Motors und der Solaranlage werden auf ca. 16000,- Euro geschätzt. Hierbei ist die Solaranlage das teuerste. Die laufenden Kosten in Form von Arbeitslohn liegen bei ca. 120 Euro pro Monat.
Mit diesen relativ geringen Mitteln kann Imdokal einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der Lebensgrundlage der Nomaden-Familien leisten.
Die Realisierung dieses Projektes hat bereits begonnen, da uns die Familie Ahansal freundlicherweise nicht nur die 2 Hektar Land zur Verfügung gestellt hat sondern auch erlaubt vorübergehend ihren Brunnen zu benutzen. Allerdings fallen hohe Kosten für das Betreiben und den Unterhalt des Dieselmotors dieses Brunnens an.